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Ben Webster
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Benjamin Francis âBenâ Webster (* 27. März 1909 in Kansas City, Missouri; â 20. September 1973 in Amsterdam, Niederlande) war ein US-amerikanischer Tenorsaxophonist des Jazz, der gelegentlich auch Piano und Klarinette spielte. Er wird ähnlich wie Coleman Hawkins und Lester Young als einer der groĂen Tenorsaxophonisten der Swing-Epoche angesehen. Seine Spielweise variierte vom manchmal gehauchten Ton in Balladen bis zum âkehlig-krächzenden Vibratoâcite-ref-ber-1-0[1] bei schnelleren Tempi. Bekannt wurde er vor allem durch seine Soli im Duke Ellington Orchestra von 1940 bis 1943 und später als ein meisterhafter Interpret von Balladen.cite-ref-ber-1-1[1] Seine Spitznamen waren Frogcite-ref-2[2] und Brute.cite-ref-3[3]
Contents
⢠Leben
⢠Die 1930er Jahre
⢠PersÜnlichkeit
⢠Filmographie
⢠DVD
⢠VHS
⢠Literatur
⢠Weblinks
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Leben
Am 27. März 1909, im Hause 2441 Highland Avenue in Kansas City (Missouri), gebar Mayme Barker Webster als ihren einzigen Sohn. Sein Vater, Walter Webster, lebte zu dieser Zeit in Chicago und war als Kellner in den Speisewagen der Pullman Company angestellt. Schon vor Bens Geburt war die Ehe hauptsächlich aufgrund von Gewalttätigkeit und Alkoholismus des Vaters gescheitert; das Ehepaar hatte sich getrennt und Mayme hatte wieder ihren Geburtsnamen Barker angenommen. Mayme Barker war ausgebildete Lehrerin, und Ben wuchs in Kansas City im Hause 1222 Woodland Avenue zusammen mit seiner Mutter und seiner GroĂmutter mĂźtterlicherseits auf, die ihn nach seinen Aussagen stark verwĂśhnten und ihm jeden Wunsch erfĂźllten.
Anfänge als Musiker
Websters Mutter gab Musikstunden in der Schule und spielte zu Hause auf dem Klavier, aber es war seine GroĂtante Joyce Cockrell, die sein musikalisches Talent entdeckte und ihm auf ihrem Klavier den ersten Musikunterricht gab. Ben Webster hatte ein absolutes GehĂśrcite-ref-4[4] und konnte bereits als Kind StĂźcke, die er im Radio gehĂśrt hatte, nachspielen. Damit stieĂ er auf keine Gegenliebe bei seiner Mutter, die ihn lieber als klassischen Violinisten gesehen hätte und ihm deshalb Violinlektionen bei Charles Watts geben lieĂ. Ben hasste sowohl die Violine als auch die ViolinetĂźden und spielte auf dem Klavier nach GehĂśr populäre afroamerikanische Musik, sobald sich eine Chance dafĂźr ergab.
Der später bekannte Jazzpianist Pete Johnson wohnte in der Nachbarschaft (1215 Woodland Avenue) und gab Ben gelegentlich Nachhilfe. Vor allem schulte er Websters linke Hand. Bis 1921 besuchte Ben die Attucks Elementary School und wechselte dann zur Lincoln High School, wo er sich als Violinist dem Schulorchester anschloss. 1925 und 1926 studierte er auf der Wilberforce University nahe Xenia, Ohio; dort traf er auf den Pianisten Horace Henderson, der ein Orchester mit dem Namen Wilberforce Collegians grßndete. Ben spielte in diesem Orchester, bei dem er als Hilfskraft (bandboy) fungierte, nur gelegentlich Klavier; Henderson erinnert sich an einen Blues in Fis, wo er angeblich nur auf den schwarzen Tasten spielte.cite-ref-5[5] Beeindruckt von Pianisten wie Fats Waller und Duke Ellington entwickelte er weiter seine Fähigkeiten als Stride-Pianist und bekam bald seine ersten Engagements in den Clubs von Kansas City im Bereich Twelfth Street and Vine, entweder als Solopianist oder mit seiner eigenen Band Rooster Ben and His Little Red Hens.
Erste Engagements
In den Jahren 1927 und 1928 machte Ben Webster sich als Pianist einen Namen und schloss sich verschiedenen Territory Bands an: Clarence Love aus Kansas City, Brethro Nelson aus Enid (Oklahoma) und Dutch Campbell in Amarillo (Texas). 1928 arbeitete er als Pianist fĂźr Stummfilme in Amarillo. In dieser Zeit traf er den Saxophonisten Budd Johnson. Dieser war Mitglied der Band von Eugene Coy and his Original Black Aces; durch ihn wurde Websters Interesse fĂźr das Saxophon geweckt. Er bat Johnson, ihm die Tonleitern auf dem Saxophon beizubringen, und Johnson brachte ihm das Saxophon-Solo von Frankie Trumbauer Ăźber Singinâ the Blues bei, das damals bei allen Saxophonisten sehr beliebt war. Daraufhin lieh sich Ben ein Altsaxophon und begann darauf täglich mehrere Stunden zu Ăźben â neben seiner Arbeit als Pianist in den Kinos.
Als 1929 Willis Handy Young (der Vater von Lester Young) mit seiner Family Band nach Amarillo kam, wurde Webster auf eigene Initiative Mitglied der Band. Er erhielt ein Altsaxophon (als Leihgabe von Lester Youngs Schwester Irma), Lester Young und Webster ßbten zusammen, wobei Young ihm nicht nur die Technik beibrachte, sondern auch Notenlesen und Musiktheorie. Ende 1929 hatte die Young-Band mit Ben Webster ein Engagement im East Land Park in Phoenix (Arizona). Von dort wechselte Webster wieder zu Eugene Coy Original Black Aces als Altsaxophonist und bekam dort sein erstes eigenes Instrument; er beschrieb später diese Zeit als sein erstes Engagement als Saxophonist.
Die 1930er Jahre
Im FrĂźhjahr 1930 verlieĂ der Tenorsaxophonist Harold Coleman die Band von Coy, und Webster wechselte vom Alt- zum Tenorsaxophon. Im Herbst 1930 schloss sich Webster in Tulsa (Oklahoma) dem Cotton Club Orchestra von Jasper âJapâ Allen an, das ein Engagement in Kansas City angenommen hatte. Als Allen im März 1931 wegen der wirtschaftlichen Depression sein Orchester verkleinern wollte, erhielt Webster (wie fĂźnf weitere Musiker der Band) das Angebot, sich der Band von Edgar Battle anzuschlieĂen, der Begleitband von Sängerin Blanche Calloway. Mit dieser Band machte er im selben Monat seine ersten Schallplattenaufnahmen. Nach Stationen an der OstkĂźste einschlieĂlich New York schloss sich Webster in Kansas City dem grĂśĂten einheimischen Orchester, Bennie Motens Kansas City Orchestra, an. In dieser Zeit entwickelte dieses Orchester das, was man später Kansas City Style nannte, im Wesentlichen die gleiche rhythmische Betonung aller vier Schläge im Takt (im Gegensatz zum vorherrschenden Two-Beat-Jazz), die Herausbildung von Riffs seitens der Bläsergruppen und bluesbetonte Kompositionen.cite-ref-6[6] Dieses Orchester ging auf ausgedehnte Tourneen und machte am 13. Dezember 1932 in Camden, New Jersey eine Reihe von Aufnahmen, die auch heute noch als Sternstunden des frĂźhen Kansas City Jazz gelten.cite-ref-7[7] Im Januar 1933 verlieĂ er das Moten-Orchester und fand fĂźr kurze Zeit Arbeit im Sunset-Club in Kansas City mit einer kleinen Gruppe, deren Sänger Big Joe Turner war.
Kurz darauf heuerte Andy Kirk Webster fĂźr seine Twelve Clouds of Joy an, zu der auch die Pianistin Mary Lou Williams gehĂśrte. Am 18. Dezember 1933 besuchte das Fletcher-Henderson-Orchester Kansas City. Im Anschluss an ein Konzert begaben sich der Tenorsaxophonist Coleman Hawkins und der Bassist John Kirby zum Cherry Blossom, wo sich eine ganze Nacht lang eine berĂźhmt gewordene Jamsession mit den besten Tenorsaxophonisten von Kansas City, insbesondere Lester Young, Herschel Evans, Dick Wilson, Herman Walder und Ben Webster abspielte.cite-ref-8[8]
Aufgrund dieser Session wurde Webster von Fletcher Henderson und den anderen Musikern aus diesem Orchester als ein Tenorsaxophonist wahrgenommen, der Coleman Hawkins in der Spielweise und im Ton sehr nahekam. Hawkins verlieĂ nach einigen Monaten Henderson und begab sich nach Europa; als sein Ersatz wurde Lester Young eingestellt, dessen Stil aber nicht so gut zum Henderson-Orchester passte. Im Juli 1934 verständigten sich Fletcher Henderson und Andy Kirk auf einen Austausch der Tenoristen: Lester Young kam zu Kirk und Ben Webster zu Henderson. Webster hat die Zeit bei Henderson als seine musikalisch bisher schwierigste bezeichnet, es wurden hohe Anforderungen beim Notenlesen gestellt, eine harte Schule fĂźr ihn. Die Aufnahmen aus dieser Zeit belegen aber seine groĂen Fortschritte in Technik, Rhythmik und Tongebung. Das Orchester wurde Anfang November 1934 aus finanziellen GrĂźnden aufgelĂśst; Webster wurde wie weitere Musiker von Benny Carter verpflichtet, dessen Orchester am 13. Dezember 1934 einige Aufnahmen mit Kompositionen und Arrangements des Leiters von hervorragender Qualität einspielte. Dennoch musste Carter Anfang Januar 1935 das Orchester auflĂśsen. Bens nächster Arbeitgeber war der populäre Tänzer und Sänger Willie Bryant, mit von der Partie waren Benny Carter, der Pianist Teddy Wilson und der Schlagzeuger Cozy Cole. Dieses Orchester war sehr populär, vor allem in New Yorks Apollo Theater, und es machte auch Aufnahmen. Während seiner Zeit bei Bryant (bis Mitte August 1935) machte er Aufnahmen mit diversen Studiogruppen, etwa mit dem Sänger Bob Howard und seine ersten Aufnahmen mit Billie Holiday. Mit der Sängerin ging er eine Liaison ein, die jedoch nicht lange bestand: Das Paar verlobte sich, und Ben stellte seine Braut seiner Familie vor, dabei kam es nach Bens Schilderung aufgrund von Billie Holidays Verhalten zu einem Eklat, und das Paar kehrte fluchtartig nach New York zurĂźck; die Verlobung lĂśste sich daraufhin bald.cite-ref-9[9]
Am 18. August 1935 machte er seine ersten Aufnahmen mit Duke Ellington, wo er fĂźr zwei bis drei Wochen Barney Bigard ersetzte. Im September 1935 wurde er von Cab Calloway in sein Orchester gerufen, das damals populärste und am besten bezahlte Orchester.cite-ref-10[10] Bevor er Calloway im Juli 1937 verlieĂ, um sich Fletcher Henderson anzuschlieĂen, beteiligte er sich noch an einigen Studioaufnahmen, so mit Duke Ellington am 29. Juli 1936, mit Billie Holiday und Teddy Wilson im Oktober, November, Dezember 1936 und Januar 1937, mit Mildred Bailey November 1936, mit Haven Johnson Januar 1937. Im Mai 1938 verabschiedete er sich abrupt von Henderson und schloss sich kurzfristig einer kleineren Formation von Stuff Smith im New Yorker Onyx Club an, um im August in Roy Eldridges Orchester zu spielen.cite-ref-11[11] Webster schloss sich April 1939 der kleinen Big Band von Teddy Wilson an; daneben kam es zu Studioaufnahmen mit Lionel Hampton und mit Mildred Bailey.
Bei Duke Ellington (1940â1943)
Ende Januar 1940, nach der AuflĂśsung der Teddy Wilson Big Band, wurde Webster in Boston von Duke Ellington engagiert, der zuvor im Saxophonsatz noch keinen ständigen Tenorsaxophonisten beschäftigt hatte.cite-ref-12[12] Daher gab es in Ellingtons Arrangements keine ausgeschriebenen Stimmen fĂźr das Tenorsaxophon; Webster war gezwungen, sich seine eigenen Noten zu erspielen.cite-ref-13[13] Einige Monate vorher war der Ăźberragende Bassist Jimmy Blanton zu Ellington gestoĂen, und sowohl Blanton als auch Webster veränderten den Sound des Ellington Orchesters erheblich. Diese Epoche des Ellington-Orchesters wird in der Jazzforschung âThe Blanton-Webster Bandâ genannt, u. a. zu hĂśren in dem Live-Mitschnitt des Konzerts in Fargo, North Dakota 1940 und auf der Kompilation The Blanton-Webster Band. Webster spielte in dieser Zeit eine beträchtliche Anzahl von Soli in StĂźcken wie âConga Bravaâ, âCotton Tailâ, âBojanglesâ, âAll Too Soonâ, âChloeâ und weiteren. Er selbst hat später diese Jahre bei Ellington als seine besten bezeichnet. Das Engagement endete abrupt im August 1943, nachdem es nach seinen eigenen Aussagen sogar zu Ăśffentlichen Handgreiflichkeiten seinerseits gegen Ellington gekommen war. Die Probleme zwischen Webster und dem Bandleader begannen bereits im FrĂźhjahr 1943 aufgrund von Websters zunehmendem Alkoholismus und seiner damit einhergehenden Prahlsucht. Eines Tages erschien Webster zu frĂźh zu einem Konzert, betrat Dukes Garderobe und zog sich in dessen Abwesenheit eines von Dukes Jackets an, das fĂźr ihn zu klein war und deshalb auseinanderriss. Das Fass zum Ăberlaufen brachte ein Vorfall Anfang August 1943: Es gehĂśrte zu Websters Gewohnheiten, bei Konzerten nach der Pause Ellingtons âThe Band Callâ auf dem FlĂźgel zu spielen, jedoch an diesem Tage wollte er den Platz fĂźr den dann die BĂźhne betretenden Ellington nicht freigeben. Dieser versuchte ihn vom Pianostuhl zu verdrängen, was Webster mit einem kräftigen Hieb beantwortete, mit der Folge, dass Ellington vor den Augen des Publikums von der BĂźhne fiel.cite-ref-14[14]
Als Freelancer in den Vereinigten Staaten (1943â1964)
Webster startete, zum ersten Mal mit einer eigenen Gruppe, im Three Deuces in New York, und wurde im November 1943 und Januar 1944 von Woody Herman fĂźr einige Studioaufnahmen verpflichtet. Am 8. Februar 1944 machte er seine ersten Aufnahmen unter eigenem Namen, zusammen mit dem Trompeter Hot Lips Page. 1944 wechselte er häufig das Personal in seinen Gruppen und machte eine Reihe von Aufnahmen sowohl unter eigenem Namen als auch mit James P. Johnson, Cozy Cole, Sidney Catlett, Walter Thomas; von Mai bis Juli 1944 fand er Arbeit im John Kirby Sextett. Die Jahre 1945 bis 1947 verliefen ähnlich; auch hier nahm er als Sideman auf mit Benny Morton, Walter Thomas, Teddy Wilson, Hot Lips Page, Pete Johnson, Tony Scott, Bill De Arango, Benny Carter, Al Hall und anderen. Im Oktober 1948 traf er auf Duke Ellington, der ihn wieder (zuerst auf Probe) fĂźr sein Orchester verpflichtete. Die äuĂeren Umstände im Ellington-Orchester hatten sich jedoch seit 1943 verändert, es gab nun beispielsweise einen zweiten Tenorsaxophonisten im Orchester, zuerst Al Sears und später Charlie Rouse, sodass die Freiräume fĂźr Soli fĂźr Ben unbefriedigend waren; er hatte einfach nicht mehr den gewohnten Starstatus.
Im Gegensatz zu manchen Musikern aus seiner Generation war er dem Bebop gegenĂźber aufgeschlossen (1944 spielte fĂźr kurze Zeit Charlie Parker in seiner Gruppe), und er fand durchaus anerkennende Worte fĂźr Musiker wie John Coltrane, dessen Konzerte im New Yorker Birdland er besuchte und mit dem er mehrfach fotografiert wurde.cite-ref-15[15] Billy Eckstine berichtet, dass Webster Charlie Parker, als er ihn das erste Mal in Mintonâs Playhouse spielen hĂśrte, das Saxophon mit den Worten wegnahm, dass er wohl verrĂźckt wäre mit einer so hohen Geschwindigkeit zu spielen,cite-ref-16[16] ihn aber noch in derselben Nacht als kommenden Star-Tenor anpries.cite-ref-17[17]
Sein fehlender Status als Star fĂźhrte ebenso wie die sich fĂźr ihn verschlechternden ArbeitsmĂśglichkeiten in New York dazu, dass er im Sommer 1949 nach Kansas City ging, wo die Lage nicht viel besser war. Immerhin konnte er an mehreren Aufnahmen teilnehmen, mit Bus Moten, Jay McShann/Walter Brown und Pee Wee Crayton. Er fand Engagements im Parkview Hotel und im Flamingo Club, gelegentlich zusammen mit dem Tenorsaxophonisten Harold Ashby und auch mit einer Gruppe von Jay McShann, mit dem er im Oktober 1951 einige StĂźcke im echten Kansas City Stil einspielte.
Im Herbst 1951 zog Webster mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er Arbeit in einem Hotel fand; im Dezember 1951 nahm er dort an einer Rhythm-and-Blues-betonten Aufnahmesession mit dem Orchester von Johnny Otis teil und hatte eine Aufnahmesession unter eigenem Namen. Januar 1952 arbeitete er in den Aufnahmestudios als Sideman bei Little Esther Phillips, Pete âGuitarâ Lewis, Dorothy Ellis, Dinah Washington. In Benny Carters Orchester spielte er die Musik zum Film âClash by Nightâ ein. Carter und Webster spielten häufiger zusammen; beide nahmen dann im Juni 1952 an der ersten Session von Norman Granzâ Jam Session-Serie teil. Nach seinem Umzug im Herbst nach New York verpflichtete Granz Webster fĂźr einige Aufnahmen, unter anderem mit Johnny Hodges und Slim Gaillard. In New York arbeitete Webster in Snookieâs CafĂŠ, Mintonâs Playhouse, Flame Melody Room, und Birdland, und mit Count Basie im Apollo Theater und im Bandbox.
In der Jazzkritik besteht Ăbereinkunft darin, dass mit Beginn der 1950er bis in die 1960er Jahre Ben Webster seinen kĂźnstlerischen HĂśhepunkt erreicht hatte. Nach dem abflauenden Interesse fĂźr den Bebop ergaben sich wieder bessere Arbeitsbedingungen fĂźr ihn durch den sich dann entwickelnden Mainstream-Jazz. Norman Granz verpflichtete Webster exklusiv fĂźr seine Label Norgran und Verve. Seine groĂe musikalische Reife zeigt sich Ăźberzeugend in Alben wie King of the Tenors (1953), Music with Feeling und Music for Loving (1954) oder Ben Webster with Strings (1955). AuĂerdem ging Webster 1953 und 1954 mit Jazz at the Philharmonic auf Tournee. Als Sideman machte er Studioaufnahmen mit:
⢠1954: Gene Krupa, Johnny Hodges, Illinois Jacquet
⢠1955: Buddy Rich
⢠1957: Billie Holiday, Woody Herman, Red Norvo, Buddy Rich, Harry âSweetsâ Edison, Benny Carter, Billy Daniels, Ella Fitzgerald, Barney Kessel, Bill Harris, Coleman Hawkins, Rex Stewart
⢠1958: Donna Hightower, Johnny Hodges, Michel Legrand, Mercer Ellington, Mundell Lowe, Carmen McRae, Eugenie Baird
⢠1959: Johnny Hodges, Joe Williams, Count Basie, Jimmy Witherspoon, Gerry Mulligan
⢠1960: Maxwell Davis, Nancy Wilson, Johnny Hodges, Jo Stafford, Helen Humes, Jon Hendricks, Jimmy Rushing, Clarence âBigâ Miller
⢠1961: Anita OâDay, Johnny Hodges, Richard âGrooveâ Holmes, Jimmy Witherspoon, Kay Starr
⢠1962: Jimmy Witherspoon, Benny Carter/Barney Bigard, Frank Sinatra, Harry Edison
⢠1963: Clark Terry, Joe Williams
⢠1964: Sylvia Syms, Clark Terry, Lionel Hampton, Oliver Nelson
England, Niederlande und Dänemark (die letzten Jahre)
Anfang bis Mitte der 1960er Jahre änderte sich unter dem massiven Einfluss von John Coltrane wiederum die Jazzszene, und fĂźr Ben wurde es immer schwerer gut bezahlte Jobs zu bekommen. Der schwedische Bassist Simon Brehm gab ihm den Rat, Arbeit in Europa zu suchen, wo Ben Webster Popularität besaĂ. Im Herbst 1964 erhielt er das Angebot, vier Wochen in Ronnie Scottâs Jazz Club in London als Gastsolist aufzutreten. Danach folgten 1965 Engagements in Schweden, Dänemark, Norwegen, Deutschland (Berliner Jazztage am 30. Oktober 1965 mit den âGerry Mulligan All Starsâ) und Frankreich (Paris Jazz Festival), fast alle mit lokalen Begleitmusikern stark unterschiedlicher Qualität. Webster lieĂ sich zunächst in Kopenhagen nieder und spielte häufig zusammen mit dem Pianisten Kenny Drew, dem Bassisten Niels-Henning Ărsted Pedersen und dem Arnvid Meyer Orchester. Im Mai 1966 zog er nach Amsterdam um, was fĂźr Auftritte in Mitteleuropa zentraler lag. Im Juli 1966 trat er gemeinsam mit Duke Ellington und Ella Fitzgerald beim Jazz Festival in Juan-Les-Pins, Frankreich, auf. 1967 bis 1969 folgten Auftritte in den Niederlanden, Dänemark, England, Schweiz, Belgien, Finnland, Norwegen, Polen, Italien und Deutschland. Im April 1969 lieĂ er sich wieder in Kopenhagen nieder und tourte in den folgenden Jahren ausgiebig meist in Skandinavien. Die folgenden Jahre bis zu seinem Ableben 1973 verliefen meist nach diesem Muster. HĂśhepunkte waren gemeinsame Auftritte mit Teddy Wilson, Bill Coleman, Charlie Shavers, Benny Carter, Harry Edison, Oscar Peterson, Dexter Gordon und ein letztes Treffen als Gastsolist mit Duke Ellington bei einigen Konzerten in Kopenhagen und Schweden im November 1971. Herausragend war sein Gastauftritt 1970 in dem dänischen Film Quiet Days in Clichy (Regie Jens Jørgen Thorsen), der Verfilmung des erotischen Romans von Henry Miller. Am 14. Dezember 1972 gab Webster mit dem Trio von Oscar Peterson beim NDR Jazzworkshop in Hannover ein umjubeltes Konzert.cite-ref-18[18] Im Sommer 1973 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aufgrund von chronischem Alkoholmissbrauch und Diabetes.
Seinen letzten Auftritt hatte er am 6. September 1973 in Leiden/Niederlande; in der darauf folgenden Nacht erlitt er einen Gehirnschlag und verstarb am 20. September 1973 im Lucas Krankenhaus in Amsterdam. Er liegt auf dem Assistens Kirkegürd im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro begraben.cite-ref-19[19]
Ein Teil seines Nachlasses (Schallplatten, Tonbänder, Fotos, Dias, Filme sowie Memorabilien) befindet sich im Jazz Archiv der Syddansk Universitetsbibliotek in Odense in Dänemark. Ben Webster hinterlieĂ keine direkten Erben; die Rechte an seinen Aufnahmen wurden nach seinem Tod auf die âBen Webster Foundationâ in Dänemark Ăźbertragen, die damit Konzerte und Jazzveranstaltungen sponsert und jedes Jahr den Ben Webster Prize vergibt.
PersĂśnlichkeit
Personen, die mit Webster zu tun hatten, beschreiben seine PersĂśnlichkeit als âzwiespältigâ.cite-ref-20[20] In der Literatur wird vermutet, dass die GrĂźnde dafĂźr in seiner Herkunft liegen: Seine GutmĂźtigkeit, Hilfsbereitschaft und Musikalität verdankte er mĂśglicherweise seiner Mutter, die dunkleren Seiten wie gelegentlicher Jähzorn und Brutalität sowie Trunksucht sollen ihre UrsprĂźnge vom Vater her haben.cite-ref-21[21] Seine Vorliebe fĂźr Alkohol hatte er bereits seit seiner Jugendzeit; sie verfolgte ihn mehr oder weniger sein ganzes Leben. Ben Webster war kräftig gebaut und hatte in seinen jungen Jahren viel Sport ausgeĂźbt, beispielsweise Schwimmen und Baseball, und diese gute kĂśrperliche Konstitution half ihm in seinem strapaziĂśsen Leben. Nach Meinung vieler Zeugen war er nach reichlichem Alkoholgenuss oft unberechenbar und neigte zu Gewalttätigkeiten. Auf der anderen Seite hatte er einen Hang zu Sentimentalität und konnte, auch auf der BĂźhne, manchmal seine Tränen nicht zurĂźckhalten.
Eine gute Einsicht in seine Interessen auĂerhalb seines Musikerdaseins gibt ein Blick auf seine materielle Hinterlassenschaft. Neben seiner Musiksammlung (45 78er, 211 LPs, 12 Acetate, 137 Tonbänder) sprechen 1600 Dias, 20 Schmalfilme und 700 Photos fĂźr sein privates Hauptinteresse. Er filmte und fotografierte Städte und Landschaften, häufig durch Eisenbahn- und Autofenster, Menschen auf den StraĂen durch seine Wohnungsfenster, und vor allem Tiere, z. B. Katzen in seiner Nachbarschaft und kleine und groĂe Tiere in zoologischen Gärten. FĂźr die Zoos in Amsterdam und Kopenhagen hatte er Dauerkarten und besuchte sie sehr häufig, und auch die Zoos in anderen Städten waren fĂźr ihn interessant.
In seiner Schallplattensammlung findet man einige LPs mit Ăźberraschenden Themen: Eine Schallplatte mit Reden von Eleanor Roosevelt, die sich mit der Sozialreformbewegung befassen, ebenso eine mit Reden von Martin Luther King, eine mit den Motorengeräuschen aller Mercedes-Benz-Rennwagen und, etwas weniger Ăźberraschend, eine Schallplatte mit Aufnahmen der Geräusche von zahlreichen EisenbahnzĂźgen in den USA. Aus den Schallplatten und den Tonbändern geht hervor, dass er ein breites Interesse fĂźr viele Musikrichtungen hatte: Besonders stark vertreten sind Louis Armstrong, Duke Ellington, Charlie Parker und viele Pianisten, hier dominierend die von ihm verehrten Fats Waller und Art Tatum, aber auch klassische Musik, z. B. Strawinsky. Aus den bei ihm gefundenen Unterlagen geht hervor, dass er seit den 1930er Jahren bis zu seinem Ableben Mitglied der Freimaurer war. Ein weiteres Freizeithobby war das Billardspiel; nach Augenzeugen beherrschte er das Spiel sehr gut, und nach eigenen Aussagen â vielleicht ironisch gemeint â war er ein besserer Billardspieler als Tenorsaxophonist.
Seine variierenden Spielweisen
Webster war einer der wenigen Saxophonisten, die einen ganz persÜnlichen Ton hatten, der meist unverwechselbar sofort zu erkennen ist. Dieses gilt vor allem bei seiner Darbietung von Balladen und Stßcken im Medium-Tempo, der von ihm gelegentlich praktizierte, fast nur noch gehauchte Ton mit breitem Vibrato ist sein Markenzeichen geworden. Er war aber auch in der Lage, diesen Ton unmittelbar zum Harten und Brutalen zu ändern.cite-ref-22[22] In schnelleren Stßcken machte er oft Gebrauch von einem Growl ganz spezieller, fßr ihn typischer Art. Sein erstes Vorbild bei der Tongebung war Coleman Hawkins, später versuchte er nach eigenem Bekunden, den Ton von Johnny Hodges auf sein Tenorsaxophon zu modellieren.cite-ref-23[23] Im Allgemeinen kann man sagen, dass Websters Ton und Spielweise zwischen Coleman Hawkins mit dessen breitem Ton und ausgeprägtem Staccato-Spiel und Lester Young mit seinem glatteren Ton und Legato-Spiel liegt, eine geglßckte Kombination.
Einfluss auf andere Musiker
Im Unterschied zu seinen Zeitgefährten Coleman Hawkins und Lester Young war Ben Webster kein eigentlicher NeuschĂśpfer oder Stilbildner. Trotzdem gab und gibt es eine Ben WebsterâSchule. Sowohl Hawkins als auch Young fanden eine groĂe Anzahl Kopierer, deren Spielweise sich oft vom Original nicht mehr unterscheiden lieĂ, bei Webster ist das anders insofern, als sein Ton nach wie vor unverwechselbar und so gut wie nicht im perfekten Sinne zu kopieren ist. Bereits in den 1940er Jahren gab es aber einige Saxophonisten, die seinen rauchigen Ton und seine Spielweise zu kopieren versuchten,cite-ref-24[24] in den folgenden Jahrzehnten waren es u. a. Harold Ashby, Scott Hamilton und zuletzt Harry Allen.cite-ref-25[25] Auch Paul Gonsalves lernte alle Soli von Ben aus der Ellingtonzeit auswendig zu spielen. John Coltrane war daran interessiert, die genaue Tonbildung von Webster auf dem Tenorsaxophon, die er bewunderte, herauszubekommen.cite-ref-26[26]
Wichtigste Aufnahmen
Aus den 1930er Jahren gibt es keine historisch wichtigen Aufnahmen; diese beginnen erst mit seiner Zeit bei Duke Ellington. Hier ist vor allem zu nennen Cotton Tail mit Websters berĂźhmtem Solo und dem anschlieĂenden von ihm arrangierten Saxophonensemble-Chorus, ferner die Ballade All Too Soon, die vielleicht sein erstes Balladen-MeisterstĂźck war.cite-ref-27[27] Aus den 1950er und 1960er Jahren sind zu erwähnen:
⢠Ben Webster Sextet (27. Dezember 1951) auf Mercury
⢠âKing of the Tenorsâ (21. Mai 1953) auf Clef/Verve
⢠Art Tatum-Ben Webster Quartet (11. September 1956) auf Verve (Tatumâs letzte Aufnahme-Session)
⢠The Red Norvo Sextet (18. Januar 1957) auf RCA-Victor
⢠âSoulvilleâ (15. Oktober 1957) auf Verve
⢠Coleman Hawkins Encounters Ben Webster (16. Oktober 1957) auf Verve
⢠Gerry Mulligan meets Ben Webster (3. November und 2. Dezember 1959) auf Verve
⢠Ben Webster meets Oscar Peterson (6. November 1959) auf Verve
⢠âSee You at the Fairâ (11. und 25. März 1964) auf Impulse
⢠Ben Webster meets Don Byas (1. und 2. Februar 1968, Villingen (Schwarzwald))
Von seiner Zeit in Europa 1964 bis 1973 gibt es eine ganze Reihe guter Aufnahmen, doch nur wenige, die an die hohe Qualität der oben genannten herankommen, zumal relativ wenige Studio-Aufnahmen in dieser Zeit mit ihm produziert wurden. Erwähnenswert sind die Aufnahmen mit dem Arnvid Meyer Orchester aus 1965, von denen er Duke Ellington am Telefon begeistert berichtete: âRight Out of Kansas Cityâ.
Diskographische Hinweise
⢠1953: King of the Tenors (Verve) mit Sweets Edison, Benny Carter, Oscar Peterson, Barney Kessel, Herb Ellis, Ray Brown, Alvin Stollercite-ref-28[28]
⢠1954: Music for Loving (Verve, 1954â55) mit Harry Carney, Teddy Wilson, Billy Strayhorn, Billy Bauer, George Duvivier, Jo Jones
⢠1955: Soulville (Verve) mit O. Peterson, B. Kessel, Herb Ellis, R. Brown, J.C. Heard, Stan Levey
⢠1958: The Soul of Ben Webster (Verve, 1957â58) mit Art Farmer, Roy Eldridge, Vic Dickenson, Johnny Hodges, O. Peterson, Milt Hinton, Jimmy Woode
⢠1959: Ben Webster and Associates (Verve) mit Coleman Hawkins, Budd Johnson, Roy Eldridge, Jimmy Jones, Les Spann, Ray Brown, Jo Jones
⢠1959: Ben Webster Meets Gerry Mulligan (Verve)
⢠1959: Ben Webster Meets Oscar Peterson (Verve, 1959) mit Ray Brown, Ed Thigpen
⢠1962: Ben and Sweets (Columbia Records) mit Harry Sweets Edison, Hank Jones, George Duvivier
⢠1965: Stormy Weather, Gone with the Wind (Black Lion) mit Kenny Drew, Niels-Henning Ărsted Pedersen, Alex Riel
⢠1965: The Jeep Is Jumping (Black Lion)
⢠1966: Big Ben Time (Philips) mit Dick Katz, Tony Crombie
⢠1969: At Work in Europe (Prestige, ed. 1973) Doppel-LP mit Cees Slinger bzw. Frans Wieringa bzw. Kenny Drew senior, Rob Langereis bzw. Niels-Henning Ărsted Pedersen, Peter Ypma bzw. Makaya Ntshoko
⢠1970: No Fool, No Fun (Spotlite) Proben mit der Danish Radio Big Band
⢠1972: Oscar Peterson & Ben Webster During This Time (MIG)
Filmographie
Gastauftritt in dem Film von Jens Jorgen Thorsen (DK) âStille Tage in Clichyâ; 1969
DVD
⢠Duke Ellington: The Centennial Collection. (Bluebird 82876 60091 2)cite-ref-29[29]
⢠The Greatest Jazz Films Ever (Idem IDVD 1059)cite-ref-30[30]
⢠Jimmy Witherspoon/Ben Webster & Jimmy Rushing. (Jazz Casual Idem IDVD 1002)cite-ref-31[31]
⢠Big Ben. Ben Webster in Europe (Eforfilms 2869043) Film von Johan van der Keuken/NL 1967 (ßber Ben Webster in Amsterdam)
⢠Ben Webster in Denmark 1965â1971 (Universal 0602517546424)cite-ref-32[32]
⢠Duke Ellington Masters â 1971. (Quantum Leap QLDVD 0253)cite-ref-33[33]
⢠âRight Out of Kansas Cityâ Arnvid Meyers Orkester 1959â1973 (Sundance Music STUCD 08102)cite-ref-34[34]
VHS
⢠Ben Webster in Hannover 1973 (Impro-Jazz IJ 506)cite-ref-35[35]
⢠The Brute and The Beautiful. Documentary directed by John Jeremy. (Koch Entertainment, 1992) (110 min)cite-ref-36[36]
⢠Big Ben. Ben Webster in Europe. Film von Johan van der Keuken/NL, 1967. (Rhapsody Films, 1990) (31 min)cite-ref-37[37]
⢠Cab Calloway and His Orchestra âHi-De-Hoâ. (Milan Jazz Homevideo 791 286)cite-ref-38[38]
⢠Jazz From Studio 61. (Video Jazz Masters 010KJ) (25 min) April 1959cite-ref-39[39]
⢠Ben Webster im Marquee Club, London, December 1964cite-ref-40[40]
⢠Teddy Wilson â On European Tour. (VIDJAZZ 24)cite-ref-41[41]
In Robert Altmans Film âKansas Cityâ aus dem Jahre 1996 wird Ben Webster von James Carter dargestellt.
Literatur
⢠Frank BĂźchmann-Møller: Someone to Watch Over Me â The Life and Music of Ben Webster. The University of Michigan Press 2006, ISBN 978-0-472-11470-2.
⢠Jeroen de Valk: Ben Webster â his Life and Music. Berkeley, Berkeley Hills Books 2001, ISBN 1-893163-17-2.
⢠Peter Langhorn, Thorbjørn Sjøgren: Ben â The Music of Ben Webster, a Discography by Langhorn & Sjøgren. JazzMedia ApS, 1996, ISBN 87-88043-17-7.
⢠Heinz Baumeister: Ben Webster Sessionography. Version 2007
⢠Gunther Schuller: The Swing Era, Oxford University Press 1988 (Kapitel The Great Soloists - Ben Webster, S. 578â590)
Weblinks
⢠Literatur von und ßber Ben Webster im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Alisch zu Webster mit ausgewählter Diskografie
⢠Interview mit Les Tomkins 1965 (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive)
⢠The Ben Webster Foundation, Kopenhagen mit u. a. Biographie, Fotogalerie sowie Sessionography von Heinz Baumeister
⢠Ben Websterâs Musical Activities, erstellt von Frank BĂźchmann-Møller (PDF-Datei; 558 kB)
⢠Ben Websters Last Concert, Leiden 1973, mit Link auf Fotos
⢠Whitney Balliett âBig Benâ, New Yorker 2001
⢠Ben Webster bei AllMusic (englisch)
⢠Ben Webster bei Discogs
⢠Ben Webster bei IMDb
Quellen, Anmerkungen
cite-note-ber-11. â Joachim Ernst Berendt Das Jazzbuch Frankfurt a. M. 1973, S. 212.
cite-note-22. â aufgrund seiner hervorstehenden Augen und seiner relativ dĂźnnen Beine
cite-note-33. â aufgrund seines gelegentlich plĂśtzlich auftretenden aggressiven Verhaltens
cite-note-44. â Vgl. etwa einen Blindfold-Test mit Leonard Feather im Down Beat vom 27. November 1958, Seite 37, wo Feather ihm StĂźcke anderer Musiker vorspielt und er mehrere Male umgehend die Tonarten und auch deren Wechsel innerhalb der gespielten StĂźcke erkennt.
cite-note-55. â Frank Buchmann-Moller: Someone to Watch Over Me: The Life and Music of Ben Webster. University of Michigan Press, 2010, ISBN 978-0-472-02598-5 (google.de [abgerufen am 27. September 2023]).
cite-note-66. â Vgl. Interview von Ben Webster mit Les Tomkins (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive) (1965)
cite-note-77. â Frank Driggs, Chuck Haddix: Kansas City Jazz. From Ragtime to Bebop - A History. Oxford 2006, S. 118f.
cite-note-88. â Frank Driggs, Chuck Haddix: Kansas City Jazz. From Ragtime to Bebop. Oxford 2006, S. 126f. Mary Lou Williams berichtet darĂźber in Shapiro, Hentoff Here me talkin to ya, Penguin 1962, S. 285
cite-note-99. â Vgl. Frank BĂźchmann-Møller, Someone to Watch Over Me, Seite 37f.
cite-note-1010. â Es gibt eine Anzahl von Aufnahmen aus dieser Zeit, leider hatte Ben nur wenige Gelegenheiten fĂźr Soli, wie Ăźberhaupt Instrumental-Soli bei Calloway eine Seltenheit waren.
cite-note-1212. â Vgl. Duke Ellington Orchestra#1935 â Die Swingbands
cite-note-1313. â Barney Bigard hatte zwar neben der Klarinette als Nebeninstrument das von ihm ungeliebte Tenorsaxophon zu spielen, das aber selten zum Einsatz kam.
cite-note-1414. â Vgl. Frank BĂźchmann-Møller, Someone to Watch Over Me, Seite 98
cite-note-1515. â Vgl. Frank BĂźchmann-Møller Someone to Watch Over Me, S. 191, 311, 338
cite-note-1616. â Shapiro, Hentoff Here me talkin to ya, Penguin 1962, S. 344, Is that cat crazy ? That horn ainât supposed to sound that fast
cite-note-1717. â Genauer war das Lob etwas zweideutig: Man I heard a guy - I swear heâs going to make everybody crazy on tenor (Shapiro, Hentoff Here me talkin to ya, Penguin 1962, S. 344). Parker spielte 1943 bei Earl Hines Tenorsaxophon.
cite-note-1818. â Das daraus resultierende Album During This Time von Oscar Peterson & Ben Webster 2014 wurde mit einem ECHO Jazz ausgezeichnet. vgl. ECHO Jazz fĂźr NDR-Aufnahme (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive)
cite-note-1919. â Grab Nr.R5
cite-note-2020. â Ben Webster: Dig Ben 1088601 : Jazz CD Reviews- 2007 MusicWeb International. Abgerufen am 27. September 2023.
cite-note-2121. â Bestärkt wurden diese charakterlichen Zuschreibungen durch seine GroĂtante Joyce Cockrell, die in John Jeremys Film The Brute and the Beautiful erinnerte, dass seine Mutter eine sehr intelligente, ruhige, liebenswerte Person mit starker ethischer Verpflichtung gewesen wäre während sein Vater derb und sehr temperantvoll gewesen und fĂźr seine âzwiespältige PersĂśnlichkeitâ verantwortlich: âMayme, his mother, was a very intelligent, quiet, lovely person of high morals. ⌠And his father was earthy, and he had a high temper, so that was responsible for him (Ben) being a dual personality. Ben could be just as lovely and sweet as he possibly could be, but if you made him angry, he could be violent and almost brutal.â zit. n. Frank BĂźchmann-Møller Someone to Watch Over Me, S. 3.
cite-note-2222. â Benny Goodman war sogar der Ansicht, dass dies kein ânatĂźrlicherâ Sound mehr sei. Vgl. Ekkehard Jost, Sozialgesichte des Jazz in den USA. Frankfurt am Main 1982, S. 136
cite-note-2323. â Webster sagte Ăźber Hodges: âYou pick up any record he made, he was always in tune. He showed me how to play my horn. Thatâs what I tried to do â to play Johnny on tenor.â zit. n. Liner Notes zur LP Johnny Hodges at the Sportpalast, Berlin, Pablo Records 2620-102
cite-note-2424. â Beispielsweise Allen Eager, der dann jedoch an der WestkĂźste einen schlankeren Ton entwickelte. Vgl. Ekkehard Jost, Sozialgeschichte des Jazz in den USA, S. 136
cite-note-2525. â Harry Allen sagte später: âMy two all-time favorites, though, would be Ben Webster and Stan Getz. Ben, I thought had the best sax sound of anybody.â Zit. nach Liner Notes zur CD The Harry Allen-Joe Cohn Quartet âHey, Look Me Overâ Arbords Records ARCD 19333
cite-note-2626. â Vgl. Frank BĂźchmann-Møller Someone to Watch Over Me, S. 321
cite-note-2727. â Eine gute Ăbersicht der ersten 20 Jahre 1931â1951 bietet die 4-CD-Box Ben Webster: Big Ben (Properbox 37) 1931â1951. Eine weitere gute Zusammenstellung enthält die 3-CD-Box Ben Webster: Complete 1943â1951 Small Group Recordings. (Definitive DRCD 11189) sowie die 4-CD-Box Ben Webster: Stompinâ At The Savoy (Quadromania 222494-444). Eine Zusammenstellung von Balladen enthält die 2-CD-Box Ben Webster: Jazz Ballads (Membran Music 222532-311).
cite-note-2828. â Die Auswahl der Alben orientiert sich an Ian Carr, Digby Fairweather, Brian Priestley: Rough Guide Jazz. Der ultimative FĂźhrer zum Jazz. 1800 Bands und KĂźnstler von den Anfängen bis heute. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004, ISBN 3-476-01892-X sowie Richard Cook, Brian Morton: The Penguin Guide to Jazz on CD. 6. Auflage. Penguin, London 2002, ISBN 0-14-051521-6.
cite-note-2929. â Dieser CD/DVD 2-disc Set enthält 8 Ellington Kurzfilme, darunter fĂźnf aus 1941 mit Ben Webster. Webster spielt Soli auf âHot Chocolateâ (Cotton Tail) und âJam Sessionâ (C Jam Blues).
cite-note-3030. â Enthält The Sound of Jazz, das bekannte TV-Programm vom 5. Dezember 1957. Ben Webster spielt mit den Count Basie All Stars in âFast And Happy Bluesâ, âI Left My Babyâ, und âDickieâs Dreamâ, und mit Billie Holiday in âFine And Mellowâ. Auch erhältlich auf Video Jazz 013KJ. (60 min). AuĂerdem ein Programm mit dem Ben Webster Sextet in Jazz From Studio 61 (April 1959), jedoch unvollständig. Das komplette Programm ist auf VHS, siehe unten.
cite-note-3131. â Jazz Casual, Fernseh-Sendung vom 2. Januar 1962. Auch erhältlich auf VHS von Wea/Rhino.
cite-note-3232. â Enthält vier Filme: âBen Webster 1965â â âBen Webster & His Music 1968â â âTimme Rosenkrantz Memorial Concert 1969â â âBig Ben 1971â
cite-note-3333. â TV-Programm vom 7. November 1971 von zwei Konzerten in der Tivoli Concert Hall, Kopenhagen. Webster spielt Soli in âCotton Tailâ, âAll Too Soonâ, und âI Got It Badâ. Auch erhältlich auf VHS.
cite-note-3434. â Box mit 4 CDs, und einer DVD mit sieben Titeln von Arnvid Meyers Orchester mit Ben Webster und Benny Carter.
cite-note-3535. â 9 Titel mit dem Oscar Peterson Trio vom NDR Jazzworkshop 14. Dezember 1972. VHS
cite-note-3636. â Enthält Interviews mit mehreren Musikern und Freunden. Ben Webster ist zu sehen in einigen unvollständigen Sessions und in verschiedenen Zusammenhängen, von Ellington 1941 bis Ellington 1971.
cite-note-3737. â siehe auch oben unter DVD
cite-note-3838. â Ben Webster ist nicht zu sehen, aber zu hĂśren als Solist in dem Soundtrack dieses Films von 1937
cite-note-3939. â Ben Webster Sextet mit âMop Mopâ, âChelsea Bridgeâ, and âC Jam Bluesâ Jazz 625 â Ben Webster. (VIDJAZZ 10) (30 min)
cite-note-4040. â mit dem Stan Tracey Trio, âSundayâ, âChelsea Bridgeâ, âA Night in Tunisiaâ (plus Ronnie Scott), âOver The Rainbowâ, und âPerdidoâ
cite-note-4141. â Ben Webster nur in âStardustâ, aufgenommen in Kopenhagen, 14. November 1969